Ziele
Die zweitägige Fortbildung verfolgt das Ziel, die Beratungskompetenz von Lehrkräften im Kontext der schulischen Berufs- und Laufbahnberatung zu stärken und weiter zu professionalisieren. Die Teilnehmenden lernen Beratungsansätze kennen, die sich an den Ressourcen und Potenzialen der Schülerinnen und Schüler orientieren. Zur Gestaltung eines offenen und wertfreien Gesprächsverlaufs werden Gesprächstechniken eingeübt, Instrumente erprobt. Dies wird auf schulische Beratungsanlässe im Rahmen der Beruflichen Orientierung übertragen.
Darüber hinaus setzen sich die Teilnehmenden mit den Strukturen ihrer Schule auseinander, um ein Beratungskonzept (weiter-) zu entwickeln, was dann in ihrer Schule nachhaltig verankert werden soll. Best-Practice-Beispiele bieten dabei Orientierung. Individuelle Schwerpunktsetzungen sind möglich und erwünscht.
Inhalt
Zu erwerbende Kompetenzen in Teil 1 (erster Tag) Die teilnehmenden Lehrkräfte…
• üben aktiv adressatengerechte Gesprächsführungs- und Fragetechniken zur Gestaltung offener und wertfreier Beratungsgespräche.
• entwickeln ein gemeinsames Qualitätsverständnis von „guter“ Beratung.
• füllen ihren „Werkzeugkoffer“ mit den Instrumenten „Zukunftsrad“ und „Stärkenbarometer“, um ein ressourcenorientiertes Entwicklungsgesprächs mit Schülerinnen und Schülern erfolgreich zu führen.
• reflektieren die eigene Rolle im Kontext schulischer Berufs- und Laufbahnberatung und lernen Beratung im Rahmen von KAoA von anderen Formen der Beratung abzugrenzen.
• simulieren Beratungsgespräche unter zu Hilfenahme der (neu) aufgenommenen Impulse, Techniken und Instrumente.
• erkunden, sensibilisiert durch den ersten Fortbildungstag (in der Zeit zwischen den beiden Fortbildungstagen), das schuleigene Beratungskonzept.
Zu erwerbende Kompetenzen in Teil 2 (zweiter Tag)Die teilnehmenden Lehrkräfte…
• nehmen eine Standortbestimmung vor, indem sie bestehende Beratungsstrukturen an der eigenen Schule sondieren und vorhandene Konzepte (Beratungskonzept, BO-Curriculum) sichten.
• sammeln im kollegialen Austausch (Best-Practice-) Ideen, wann, wo, wie und durch wen Beratung im Kontext von KAoA stattfinden und konzeptionell verankert werden könnte.
• antizipieren mögliche „Stolpersteine“ bei der Erstellung eines schuleigenen Beratungskonzeptes und erarbeiten hieraus Gelingensbedingungen.
• (weiter-) entwickeln ein schulisches Beratungskonzept unter Berücksichtigung vorhandener zeitlicher und personeller Ressourcen.
Leistungen der Moderatorinnen und ModeratorenDie Moderatorinnen und Moderatoren fungieren als Expertinnen und Experten für das Thema „Beratungsgespräche in der Beruflichen Orientierung“ und geben Anstöße zur Implementierung und konzeptionellen Verankerung im Rahmen von KAoA. Dabei unterstützen sie die teilnehmenden Lehrkräfte dabei, Beratungsgespräche mit Hilfe der vorgestellten Instrumente stärkenorientiert zu gestalten und Schritte zu einem schuleigenen Beratungskonzept zu gehen oder Bestehendes zu überarbeiten.
Die Fortbildung verbindet theoretische Impulse mit intensiven Trainingsphasen; zum Einsatz kommen praxisnahe Materialien. Es gibt die Möglichkeit zum kollegialen Austausch und Arbeitsphasen zur individuellen Konzeptarbeit.
Bezüge zum RRSQ
- 1.2.2: Die Schule übernimmt Verantwortung dafür, dass die Schülerinnen und Schüler die angestrebten schulischen oder beruflichen Abschlüsse erreichen und eine realistische Anschlussperspektive entwickeln.
- 1.4.1: Die Schule schöpft ihre Möglichkeiten zur Verringerung von ungleichen Bildungschancen und Benachteiligungen aus.
- 1.4.3: Die Schule schafft Voraussetzungen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler sich in ihrer weiteren Biographie am politischen und gesellschaftlichen Leben beteiligen können und Lebens- und Berufsperspektiven für sich selbst erkennen und nutzen.
- 2.1.1: Die Lehr- und Lernprozesse sind an den zu erzielenden Ergebnissen und Wirkungen ausgerichtet, wie sie im Schulgesetz, in Richtlinien, Lehrplänen und weiteren Vorgaben zu pädagogischen und gesellschaftlich bedeutenden Aufgabenbereichen ausgewiesen sind.
- 2.2.1: Die individuelle Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler steht im Zentrum der Planung und Gestaltung der Lehr- und Lernprozesse.
- 2.8.2: Die Schülerinnen und Schüler sowie die Erziehungsberechtigten und ggf. Ausbildungsbetriebe werden systematisch in Lern-, Entwicklungs- und Erziehungsangelegenheiten beraten.
- 2.8.3: Die Schülerinnen und Schüler werden systematisch unter Einbeziehung der Erziehungsberechtigten und ggf. von Ausbildungsbetrieben im Hinblick auf ihre jeweiligen Laufbahnmöglichkeiten informiert und beraten.
- 2.8.4: Die Schule verfügt über ein Übergangsmanagement.
- 4.1.3: Lehrkräfte entwickeln ihre beruflichen Kompetenzen im Rahmen von Fort- und Weiterbildung kontinuierlich weiter.
Organisatorischer Rahmen
Die Fortbildungsmaßnahme umfasst insgesamt 16 Fortbildungsstunden in Präsenz an 2 Tagen à 8 Stunden.
Zur systematischen Verankerung von Fortbildungserkenntnissen im Kollegium ist die Anmeldung von zwei oder mehreren Lehrkräften einer Schule möglich und begrüßenswert.
Allgemeine HinweiseSmartphone und iPad und/oder Laptop zur Mitarbeit sind obligatorisch (Fotos machen, an Umfragen teilnehmen, Dokumente erstellen).
Betreuung
Maike Masurat
E-Mail: maike.masurat@brk.nrw.de
Tel: +49 221 147-2920
Sachbearbeitung
Regionalteam Fortbildung (RTF), Kathrin Seyrich
E-Mail: kathrin.seyrich@brk.nrw.de
Tel: +49 221 147-4426
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Koordinatorinnen und Koordinatoren für die Beruflichen Orientierung (Stubos), Tutorinnen und Tutoren, Jahrgangsstufenleitungen, Koordinatorinnen und Koordinatoren für die Mittelstufe/ Oberstufe, Klassenleitungen, Schulleitung, sowie alle an dieser Aufgabe interessierten Lehrkräfte.
Zur systematische...