Fortbildungsdetails

Mit Tablet, Schaum und Nylonstrumpf – Plastik neu gedacht: Nonfigurative Formfindungsprozesse und Materialsensibilität im Kunstunterricht der Sek I

ANR: 110613 Schulform: Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY) Bereich/Teilbereich: Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Kunst Direkter Link: 110613 (öffnet in neuem Fenster) Gruppe: Alle Angebote aus dieser Gruppe
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Inhalt

Ziele:

Wie lässt sich das Thema Plastik im Unterricht unter den Aspekten Materialität und Digitalität neu denken? Muss plastisches Arbeiten im Kunstunterricht mit hohem Materialaufwand verbunden sein? Welche Potenziale bieten Foto, Video und Augmented Reality für prozessorientiertes Arbeiten?
Diese Fortbildung zielt darauf ab, das eigene Spektrum an gestalterischen Ansätzen zu erweitern, hierfür Formfindungsprozesse zu erkunden und zu reflektieren, um sie dann auf den eigenen Unterricht zu transferieren. Gegenstand sind dabei nonfigurative und abstrahierte Plastiken sowie ungewöhnliche Materialien, die über klassische Werkstoffe hinausgehen. Prozessbegleitend werden digitale Hilfsmittel eingesetzt und ihre Möglichkeiten zur Dokumentation und Präsentation reflektiert.

Inhalte:

Die Fortbildung findet an zwei Tagen mit gesonderten Schwerpunkten statt.

  • Fortbildungstag 1:
    Konstruieren, Modellieren, Abtragen, Abformen und Performen sind Handlungsformen im skulpturalen Feld. Mit konkreten Übungen zu nonfigurativen und abstrahierten Plastiken sollen, nach einer spielerischen und theoretischen Einführung, alternative Materialien - jenseits von Ton und Seife - zu Formfindungsprozessen anregen. Diese Prozesse werden auf verschiedene Art dokumentiert und präsentiert, um sie anschließend im Hinblick auf die Anwendung im Unterricht zu diskutieren und zu reflektieren.
    Ziel ist es, formale Besonderheiten von Schaum, Nylonstrumpf & Co. als Ausgangspunkt für die Entwicklung eigener Gestaltungsverfahren zu erkennen und Spaß an neuen Erkenntnissen und Methodenvielfalt zu wecken.

  • Fortbildungstag 2:
    Anhand von mitgebrachten Unterrichtsergebnissen wird eine Form der virtuellen Präsentation vorgestellt, selbst erprobt und reflektiert. Möglichkeiten der Verknüpfung von Materialerfahrungen, Prozessorientierung und Problemstellungen werden dabei in den Blick genommen. Ein kurzer Input zur Bewertung im Kunstunterricht baut auf vorhandenem Wissen auf und ermutigt dazu, die Möglichkeiten des prozessorientierten Arbeitens für den eigenen Unterricht auszuschöpfen.
    Bedarfsorientiert werden daraus gestaltungspraktische Aufgaben und Unterrichtsreihen mit Hinblick auf den KLP SEK I erarbeitet: Wie gelingen gute, prozessorientierte Aufgaben jenseits von Nachahmung und Klischees? Wie bewerte ich was genau an welcher Stelle? Was passiert mit den praktischen Ergebnissen? Wie gelingt die praktische Umsetzung des (zukünftig alle Schulformen betreffende) Inhaltsfeldes III: Gestaltungsfelder in Funktionszusammenhängen?

In dieser Fortbildung werden Aspekte des gemeinsamen Lernens und der Heterogenität berücksichtigt.

Bezüge zum Referenzrahmen Schulqualität:

  • 1.1 Fachliche/überfachliche Kompetenzen
  • 2.1 Ergebnis- und Standardorientierung
  • 2.2 Kompetenzorientierung
  • 2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
  • 2.5 Kognitive Aktivierung
  • 2.6 Lern- und Bildungsangebot
  • 2.10 Lernen und Lehren im digitalen Wandel
  • 4.2 Umgang mit beruflichen Anforderungen

Bezüge zum Medienkompetenzahmen:

  • 1.1, 1.2 Bedienen und Anwenden
  • 3.1, 3.2 Kommunizieren und Kooperieren
  • 4.1, 4.2, 4.3 Produzieren und Präsentieren
  • 5.1, 5.2 Analysieren und Reflektieren
  • 6.1 Problemlösen und Modellieren

Bezüge zum KLP Kunst SEK 1:

(GY/GE und zukünftig auch RS/HS)

Inhaltsfeld 3:
Gestaltungsfeld Plastik in den Funktionszusammenhängen Dokumentation, Narration, Fiktion, Vision und Persuasion.

Organisatorischer Rahmen:

Die Fortbildungsmaßnahme umfasst insgesamt 12 Fortbildungsstunden und wird über die Dauer von zwei Tagen innerhalb eines Halbjahres durchgeführt.
Die Fortbildung gliedert sich wie folgt:
  • 12 Fortbildungsstunden in Präsenz an 2 Tagen (je 9:30-15:30)
  • Mit der Anmeldung verpflichten Sie sich zur Teilnahme an beiden Tagen.

Spezielle Hinweise:

Kaffee/Tee ist im Veranstaltungsraum vorhanden. Bitte bringen Sie sich ausreichend Verpflegung mit. In der Mittagspause gibt es die Möglichkeit, Essen in der Teeküche der Lehrkräfte zu erwärmen oder zu umliegenden Bäckereien/Supermärkten zu fahren.

Bitte tragen Sie am ersten Veranstaltungstag Arbeitskleidung für den Praxisteil.

Bitte bringen Sie ein digitales dienstliches Endgerät, möglichst mit Kamera (Laptop / Tablet) und den folgenden APPs mit:

  • ARmakr
  • Stop Motion Studio

Weiterhin benötigen Sie Skizziermaterial (Zeichenpapier oder Skizzenbuch, Stifte).

Sofern mehr Anmeldungen vorliegen, als Plätze vorhanden sind, erfolgt die Teilnehmendenauswahl nach einem mit den Personalräten vereinbarten Auswahlverfahren. Personen mit Schwerbehinderung werden bei der Anmeldung bevorzugt berücksichtigt. In der Regel sind unsere Veranstaltungen barrierefrei. Bitte geben Sie dennoch in der Anmeldung Ihren spezifischen Unterstützungsbedarf an, damit Ihre Teilhabe bestmöglich gesichert werden kann.
Die Reisekosten der Teilnehmenden werden aus dem Fortbildungsbudget der Schule erstattet.

Bei Anfragen wenden Sie sich bitte an das Regionalteam Fortbildung
Telefon: 0211 475-4646
E-Mail: rtf@brd.nrw.de
oder direkt an die zuständige Fachberatung Stephanie Sachße
stephanie.sachße@brd.nrw.de
0211 475-4306
Fächer
Kunst
Zielgruppe und Voraussetzungen
Die Fortbildungsmaßnahme richtet sich an Lehr- oder Fachkräfte, die eine Lehrbefähigung für das Fach Kunst Sek I (Gym, Ges, RS, HS) haben.

Fachberatung Fortbildung

Jennifer Burger

E-Mail: mail_1101802_1@mail.org

Tel: +49 47 11 197

Sachbearbeitung

Heiner Buchholz

E-Mail: mail_1101021_1@mail.org

Tel: +49 47 11 14

Termine