Fortbildungsdetails

Klare Linie mit Herz - Gewaltpräventive Strategien zur Förderung eines stressfreien Lernklimas auf Basis konfrontativer Pädagogik

ANR: 105073 Schulform: Berufskollegs Bereich/Teilbereich: Fachbereichsübergreifende Fortbildungen / Beratung Direkter Link: 105073 (öffnet in neuem Fenster) Gruppe: Alle Angebote aus dieser Gruppe
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Inhalt

Ziele

Inhaltliche Ziele

Die Teilnehmenden
  • begegnen im Sinne der Konfrontativen Pädagogik Schülerinnen und Schülern mit einer empathisch-grenzziehenden Haltung (Fürsorgliche Hierarchie, Konfrontative Pädagogik, Neue Autorität, Haltung, Klientel).
  • wenden gewaltpräventive und erlebnisorientierte Übungen an und entwickeln diese weiter.
  • stellen eine gewaltfreie Gesprächsführung durch Deeskalation her (Machtkonstellationen, Fürsorgliche Hierarchie, Stufen der Eskalation, Status-Wippe, kaputte Schallplatte, erzieherische Gespräche).
  • initiieren eine Implementierung von Gewaltprävention im schulischen Kontext an der eigenen Schule (Akut-Intervention, Impact-Techniken, Coolness Training®).

Durch diese Fortbildung werden auf unterrichtlicher Ebene folgende Kompetenzen angestrebt:

Die Lehrkräfte verbessern ihre Unterrichtsgestaltung, indem sie
  • eine gewaltfreie, kooperative Kommunikation im Unterricht etablieren.
  • prosoziales Verhalten bei Schülerinnen und Schülern fördern.

Formale Ziele

Für den Erhalt der Teilnahmebescheinigung ist eine Mindestanwesenheit von 2,5 der 3 Fortbildungstage erforderlich.

Inhalt

Lehrkräfte an Berufskollegs machen zunehmend die Erfahrung, dass das eigene Handlungsrepertoire in herausfordernden und konflikt- bzw. gewaltbetonten Situationen nicht mehr ausreicht. Handlungsmöglichkeiten bietet der Erziehungsstil der konfrontativen Pädagogik als theoretische Basis sowie die Orientierung an erprobten und praxisnahen Trainings- und Gesprächskonzepten.

Schwerpunkte sind die theoretischen Grundlagen der konfrontativen Pädagogik, deeskalierende Kommunikationstechniken, praktische gewaltpräventive Übungen und Umsetzungsmöglichkeiten für Trainings an Schulen.

Die Teilnehmenden erleben konkret und praxisnah Übungen, die im Schulalltag zur Prävention gewaltbetonter Situationen und als Interventionstechniken eingesetzt werden. Eigene Unterrichtsszenarien werden entwickelt und einzelne Übungen erprobt. Ebenso erhalten die Teilnehmenden Einblicke in Gewaltprävention als festinstalliertes Unterrichtsfach.

Die Fortbildung befähigt Lehrkräfte, ein grenzziehendes, aber empathisches Verhalten gegenüber Lernenden in den Schulalltag zu integrieren. Nach der Veranstaltung steht den Teilnehmenden ein größeres Handlungsspektrum zur Verfügung, das in herausfordernden, von Aggression und Gewalt geprägten Situationen eingesetzt wird – z. B. in disziplinarischen Gesprächen, aber auch in der Umsetzung eigener Trainingssequenzen.

Basis der in dieser Fortbildung vorgesehenen praktischen Übungen ist der Erziehungsstil der Konfrontativen Pädagogik. Dabei steht die Haltung im Mittelpunkt, eine Störung oder Verletzung von Regeln nicht zu akzeptieren und offen zu thematisieren und gleichzeitig die regelverletzende Person als Mensch wertzuschätzen. Es erfolgt eine Abkehr sowohl von ausschließlich „entschuldigenden" Erziehungsstilen als auch solchen, die lediglich mit autoritärem Druck und Zwang pädagogische oder disziplinarische Ziele zu erreichen versuchen.

Bezüge

Folgende Bezüge zum Referenzrahmen Schulqualität NRW werden berücksichtigt:
  • 2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
  • 2.5 Kognitive Aktivierung
  • 2.6 Lern- und Bildungsangebot
  • 3.1 Werte- und Normenreflexion
  • 3.2 Kultur des Umgangs miteinander
  • 4.2 Umgang mit beruflichen Anforderungen

Organisatorischer Rahmen

Die Fortbildungsmaßnahme für Lehrkräfte aller Fachrichtungen umfasst eine Dauer von mindestens 3 Tagen. Da die Veranstaltungen aufeinander aufbauen, ist die Buchung einzelner Tage nicht möglich.

Spezielle Hinweise

Reisekosten
Die Reisekosten der Teilnehmenden werden aus dem Fortbildungsbudget der Schulen erstattet.

Allgemeine Hinweise

Sofern mehr Anmeldungen vorliegen, als Plätze vorhanden sind, erfolgt die Teilnehmendenauswahl nach einem mit den Personalräten vereinbarten Auswahlverfahren. Personen mit Schwerbehinderung werden bei der Anmeldung bevorzugt berücksichtigt. In der Regel sind unsere Veranstaltungen barrierefrei. Bitte geben Sie dennoch bei der Anmeldung Ihren spezifischen Unterstützungsbedarf an, damit Ihre Teilhabe bestmöglich gesichert werden kann.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Die Fortbildungsmaßnahme richtet sich an alle Lehrkräfte am Berufskolleg, die Maßnahmen der Gewaltprävention an der Schule und im Unterricht umsetzen möchten. Es wird erwartet, dass sich die Teilnehmenden auch selbstkritisch mit ihren eigenen Verhaltensmustern sowie denen der Lernenden auseinandersetzen möchten. Um eine nachhaltige, konzeptionelle Umsetzung an den Schulen zu gewährleisten, sollten sich pro Schule mindestens zwei Lehrkräfte anmelden.

Fachberatung Fortbildung

Resi Lemke

E-Mail: mail_1101031_1@mail.org

Tel: +49 47 11 62

Sachbearbeitung

Heiner Buchholz

E-Mail: mail_1101021_1@mail.org

Tel: +49 47 11 14

Termine